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18.05.2019

Bericht zur Veranstaltung "Mobilität im ländlichen Raum"

Bericht zur Veranstaltung "Mobilität im ländlichen Raum" am 17.05.2019, um 19:30 Uhr im Kulturheim am Mittlerer Landweg 78

Die SPD Vier- und Marschlande hatte Metin Hakverdi und Arno Klare (beide in der SPD Fraktion im Bundestag) eingeladen, um mit den beiden über das Thema Mobilität im ländlichen Raum zu diskutieren. Die Veranstaltung war öffentlich und die Moderation der Veranstaltung ist durch Gert Kekstadt (Mitglied der Hamburger Bürgerschaft) erfolgt.

Schon bei der Eingangsbegrüßung durch Gert Kekstadt war zu erkennen, dass die Veranstaltung einen Nerv bei den Bergedorferinnen und Bergedorfern und Vier- und Marschländerinnen und Vier- und Marschländer getroffen hat. So waren partei- und wahlkreisübergreifend eine große Zahl von aktuellen Abgeordneten und Kandidierenden für die Bezirksversammlung anwesend wie etwa Laura Wohnrath, Claudia Ehlebracht, Heinz Jarchow, Hans-Hermann Mauer, Bernd Schrum und Jörg Froh

Auch Vertreterinnen und Vertreter von der Funktaxi-Bergedorf eG. waren anwesend. Darüber hinaus waren noch interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen.

Gleich zu Beginn stellte Arno Klare fest, dass die Vier- und Marschlande im klassischen Sinne kein ländlicher Raum sei. Per Definition dürften durchschnittlich max. 200 Personen auf einem Kilometer wohnen. Das treffe in den Vier- und Marschlanden nur bedingt zu.

Weiter machte er deutlich, dass eine Mobilitätsoffensive immer auf einem taktbasierten öffentlichen Personenverkehrssystem beruhen müsse. Angebote wie Moia oder Bürgerbusse könnten als sinnvolle und Flexibilität bietende Ergänzung in das ÖPNV-Netz integriert werden, sie stellten aber keinen Ersatz hierzu dar. Essentiell sei in diesem Zusammenhang, dass die persönlichen Daten bei den künftigen App-basierten Mobilitätsdiensten wegen des Datenschutzes unbedingt in öffentlicher Hand verblieben. „Der HVV muss den Kundinnen und Kunden eine Gesamtübersicht von den künftigen Möglichkeiten zur Verfügung stellen“ so Arno Klare. Auf Nachfragen der Vertreterinnen und Vertreter der Taxi-Genossenschaft zum unlauteren Wettbewerb von einigen Großbetrieben, insbesondere Uber, gab es ein klare und eindeutige Antwort von Arno Klare, „Mit ihm und der SPD werden solche Unternehmen, die, wenn überhaupt, prekäre Beschäftigung anbieten und sich nicht an die Regeln halten, nicht der Gewinner in diesem Veränderungsprozess werden“. Der Bergedorfer Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi betonte, er könne die Skepsis der Taxi-Fahrer aus persönlicher Sicht sehr gut nachvollziehen, da sein eigener Vater auch Taxi-Fahrer gewesen sei.

Nachdem einige praktizierte ergänzende Verkehrsangebote (Door-to-door, Bürgerbus, etc.) besprochen wurden, kam das Gespräch auch auf das viel diskutierte 365-Euro-Jahresticket. Arno Klare machte deutlich, dass er ein Fan vom sogenannten Wiener-Modell sei. Man müsse aber auch die weiterführenden Konsequenzen bedenken, wie zum Beispiel die Mehrkosten der öffentlichen Hand (in Hamburg ca. 400 Mio.Euro pro Jahr) und dass die Einzeltickets daher erheblich teurer werden würden. Dies könne wiederum zu erheblichen Ungerechtigkeiten führen. In diesem Kontext wurde ebenfalls die zukünftige Rolle des Autos im Mobilitätsmix diskutiert.

Gert Kekstadt wies darauf hin, dass Hamburg sich mit seiner Mobilitätsoffensive auf einem guten Weg befinde. Seitens des Senats werde der sogenannte Hamburg Takt bis zum Jahr 2029 umgesetzt werden.

Als Distriktsvorsitzender betonte er, dass die SPD Vier- und Marschlande alles dafür tun werde, um das ÖPNV - Angebot im Landgebiet bereits vorher erheblich zu verbessern.

Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema werden folgen.